7. bis 14 Jahrhundert
Um 846:
Markus Graecus gibt im «Liber ignium ad comburendos hostes» eine Schwarzpulvermischung an mit 6 Teilen Salpeter, 1 Teil Schwefel, 2 Teile Kohle.
Um 1055:
Gemäss Vosius gibt es sehr zierlich gearbeitete chinesische Geschütze in Bronze.
1147:
Die Araber setzen Feuergeschütze gegen die Spanier und die Normannen in Lissabon ein.
1193:
Griechisches Feuer wird im Hafen von Dieppe gegen englische Schiffe eingesetzt. Es wird ohne Geschütz geworfen.
Um 1260:
Der Franziskanermönch Roger Bacon aus Ilchester, England, (1214 bis 1294), erwähnt im Buch «Opus Majus» ein Rezept für Schwarzpulver
7 Teile Salpeter, 5 Teile Schwefel, 5 Teile Holzkohle.
Um 1280:
Alberta Magnus, Bischof von Regensburg, beschreibt in «De mirabilibus mundi» Raketen und Pulver mit Treib- und Brandsatz. Der Brandsatz
besteht aus Salpeter, Schwefel und Leinöl, jedoch mehr Salpeter und weniger Schwefel.
1324:
Auftrag der Stadt Venedig, Canoni und eiserne Kugeln zur Verteidigung der Stadt fertigen zu lassen.
Um 1310:
Vermutliche erste Anwendung von Feuerwaffen.
1326:
In den zwei Manuskripten «De Nobilitatibus, Sapientiis et Prudentiis Regum» und «De Secretis Secratorum» des Kaplans Walter de Milemete
welche dieser im Jahre 1326 für König Eduard III. von England geschrieben hat, befinden sich am Rande eingesetzte Abbildungen, auf denen
bewaffnete Ritter einen hakenförmigen Stab an ein vasenförmiges Rohr halten. Am Stab war wahrscheinlich eine glühende Kohle oder Moos
angebracht. Aus der Mündung dieses vasenförmigen Laufes schiessen Pfeilspitzen. Älteste Abbildung einer Feuerwaffe.
1328:
Rat der Hundert in Florenz verhandelt über einen Meister, der Bronzekanonen herstellen soll.
1330-33:
Büchsenpfeile der Burg Eltz.