19. Jahrhundert 1802: Samuel Johannes Pauly, Schweizer Büchsemacher in Paris, lässt als Erster eine Metallpatrone patentieren. 1803: Erste Versuche mit sogenannten Granatkartätschen vom Erfinder, dem englischen Oberst Shrapnel (1761–1842). Sie enthalten nebst Sprengladung auch Bleikugeln und werden Shrapnels oder auf deutsch Schrapnells genannt. 1804: Erste Experimente in England mit einer Kriegsrakete durch die Admiralität in Wollrich. 1807: Der schottische Pastor Alexander Forsyth erhält Patent für den Vorgänger des Perkussionsschlosses, das sogenannte chemische Schloss, Flakon- schloss oder Forsyth-Schloss. Für die Schlagzündung verwendet er Knallquecksilber. 1808: Der Schweizer Johannes Samuel Pauly erhält in Frankreich das Patent für das Perkussionsschloss. 1814: Erfindung des Zündhütchens in London von dem Büchsenmacher J. Shaw (umstritten). 1816: J. Manton benutzt Zündzylinder mit je einer Knallperle und einem Zündstift. Die Zündzylinder werden auf Vorrat vorbereitet. Beim Laden steckt der Schütze den Zündzylinder in eine Aushöhlung des Hahnkopfes. Wegen erfolgreicher Klage von Forsyth wird die Produktion dieser Waffen gestoppt. 1818: Erfindung des Perkussionszündhütchen von dem Solothurner Joseph Egg in England. Mischung: 10 Teile Jagdpulver und 5 Teile chlorsaures Kali. 1824: Der Engländer Perkins konstruiert ein Dampfgeschütz. Kadenz  240 Kugeln pro Minute .Das Problem liegt beim Mitschleppen des Dampferzeugungs- gerätes und dessen Bedienung. 1826: Erfindung eines Magazinschlosses für 60 bis 100 Zündhütchen von dem Mathematiker Paazig in Dresden. 1831: Einsatz des Geschützes  Mortier Monster mit 22-Zoll-Kaliber bei der Belagerung von Antwerpen. Die Pulverkammer enthält 30 Pfund Schwarzpulver. Die Bombe wiegt 900 Pfund und  geladen 1000 Pfund. Das Geschütz wiegt 14 000 Pfund. Der Schuss kostet 500 Franken. 1835: Entwicklung des ersten Zündnadelgewehres durch Johann Nikolaus Dreyse aus Sömmerda bei Erfurt (Beginn der Entwicklung um 1826).